Als Brennweite versteht man in der Optik die Entfernung einer Linse von ihrem Brennpunkt oder – genauer gesagt – den Abstand des Brennpunktes von der Hauptebene einer Linse bzw. eines Hohlspiegels. Der Brennpunkt wird auch als Fokus bezeichnet und ist eine Eigenschaft des optischen Systems, also unabhängig von der jeweiligen Aufnahmesituation oder Fokussierung. Man unterscheidet Sammellinsen (und Hohlspiegel) mit positiver Brennweite von Zerstreuungslinsen mit negativer Brennweite. Sammellinsen bündeln alle parallel zur optischen Achse einfallenden Lichtstrahlen im Brennpunkt.

Brennweite definiert den Bildwinkel

Die Brennweite eines Objektivs definiert gemeinsam mit dem Aufnahmeformat den Bildwinkel und damit natürlich den darstellbaren Bildausschnitt. Man bezeichnet ein Objektiv, dessen Brennweite ungefähr so groß ist wie die Diagonale des Aufnahmeformats als Normalobjektiv für das betreffende Format. Die Brennweite ist abhängig von der Form der verwendeten Linse, sie verändert sich bei einer sphärischen Linse vom Randbereich zum Zentralbereich. Dieser Effekt kann durch Abblenden, durch Verwenden asphärischer Linsen oder Spiegel oder auch durch Kombination mehrerer Linsen, die den Fehler ausgleichen, behoben werden. Auch die Farbe (d. h. Wellenlänge) des Lichtes verändert die Brennweite. Hieraus resultieren Abbildungsfehler wie u. a. Farbsäume oder unscharfe Stellen. Ausgeglichen werden kann das Problem durch die Verwendung achromatischer oder apochromatischer Linsenkombinationen. Führt man vom selben Standort Aufnahmen mit unterschiedlichen Brennweiten durch, so erreicht man eine Änderung des Abbildungsmaßstabes, die Perspektive bleibt gleich, es ändert sich allerdings der Bereich der Schärfentiefe.

Individuelle, perspektivische Darstellungen

Umgekehrt führt die Durchführung von Aufnahmen mit unterschiedlichen Brennweiten und gleichem Abbildungsmaßstab zu verschiedenen perspektivischen Darstellungen. Ursache ist der unterschiedliche Aufnahmeabstand. Beispielsweise wird bei der Aufnahme mit einem Weitwinkelobjektiv der Vordergrund des jeweiligen Objektes stark betont, wohingegen bei Aufnahmen mit dem Teleobjektiv der Hintergrund stärker betont wird. Dieser Effekt entsteht aufgrund unterschiedlicher Brennweiten bei gleichem Abbildungsmaßstab, wofür allerdings unterschiedliche Entfernungen zum Objekt nötig sind. Daher verändert sich schließlich die Perspektive, was bei Verwendung eines Weitwinkelobjektivs gerade bei großen Bildwinkeln oder kleinen Aufnahmeabständen unnatürlich oder verzerrt wirken kann.

Ein gutes Beispiel für die Qualität der Aufnahmen ist die Casio Exilim EX-H100.

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