Bei der HDR-Photographie (HDR steht für „High Dynamic Range“) handelt es sich um eine Technik, mit deren Hilfe man ein digitales Bild erzeugen kann, das die natürlichen großen Helligkeitsunterschiede detailgetreu wiedergibt. Gelegentlich wird ein solches Bild auch als Hochkontrastbild bezeichnet. Im Gegensatz dazu heißen herkömmliche digitale Bilder oft LDR oder Low Dynamic Range.

HDR-Bilder mittels Tone Mapping angezeigt

Nicht alle Ausgabegeräte sind zur Anzeige der HDR-Bilder fähig. Auf normalen Bildschirmen erfolgt die Darstellung mittels Tone Mapping, die Bilder werden umgewandelt, indem man die Helligkeitskontraste des HDR-Bildes verringert. Es gibt derzeit nur wenige Kameras, die zur Erzeugung solcher Bilder geeignet sind. Problematisch ist hier vor allem der digitale Bildsensor, der ein Bild mit dem kompletten Dynamikumfang wirklich vollständig und direkt erfassen muss. Da professionelle Geräte extrem teuer sind, werden für den semiprofessionellen Markt Methoden entwickelt, die Dynamik mittels interner Nachbearbeitung der Bilder zu erzeugen, was zwar nicht ganz so gut, dafür aber wesentlich preiswerter ist. Grundsätzlich werden die meisten digitalen Bilder in 256 Helligkeitsstufen für jeden der Rot-, Grün- und Blau-Farbkanäle erzeugt, was zur optimalen Darstellung natürlicher Szenen allerdings nicht ausreicht. Höhere Dynamik (Verhältnis von größter und kleinster Leuchtdichte), wie sie die Natur bietet und mit HDR-Aufnahmen möglich sind, können heute Bildschirme und Druckmedien in der Regel nicht darstellen.

Einfacher softwarebasierter Weißabgleich

HDR-Aufnahmen vermeiden Über- und Unterbelichtungen, somit wird ein sehr einfacher softwarebasierter Weißabgleich möglich. Mit einigem Aufwand ist es allerdings auch möglich, HDR-Bilder mit normalen Digitalkameras zu erzeugen. Man nimmt von dem Objekt bzw. der Szene eine Belichtungsreihe auf, bei der jeder Bildabschnitt in mindestens einem der Einzelbilder richtig belichtet worden sein muss. Diese Einzelbilder werden nachfolgende mittels einer entsprechenden Software zu einem HDR-Bild zusammengefügt. Natürlich darf das Objekt zwischen den einzelnen Aufnahmen nicht bewegt worden sein. Aus der Belichtungsreihe müssen die Helligkeitswerte aufgrund der Lichtdaten der Einzelbilder berechnet werden, was nicht ganz trivial ist, da die Kamerahersteller die Übertragungsfunktionen nicht veröffentlichen.

Wer eine digitale Spiegelreflexkamera kaufen möchte, die sehr gute Fotofähigkeiten aufweist, der könnte mit der Canon EOS 500D das passende Modell finden.

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