Kamera und Ausrüstung jetzt einfach selbst testen – das sollten Sie wissen Viele Fotografen möchten ihre eigene Kamera-Objektiv-Kombination selbst testen. Es geht um die exakte Leistung bei der Auflösung, der Autofokus-Genauigkeit und weitere Werte. Hierfür hat nun das Unternehmen Image Engineering den lensTester entwickelt.

 

 

Wie funktioniert der lensTester?

Der lensTester kostet knapp 100 Euro, er besteht aus einem Testchart von 118 x 79 cm, fünf separaten Siemenssternen von 22 x 22 Zentimeter und einem „Slanted Edges“ von 21 x 12 Zentimeter. 50 Klettelemente werden mitgeliefert. Der Fotograf braucht sein Stativ, Platz zum Testen und einen Internetzugang. Der Test funktioniert bei allen Kameras zwischen 6 bis 70 MP Auflösung. Das Testchart kommt an die Wand, mit den Klettelementen werden die Siemenssterne befestigt. Sie müssen ebenso wie das Slanted Edges am Raster exakt ausgerichtet werden. Nun ist das Testchart mit zwei Lampen (symmetrisch, 45° Winkel) gut auszuleuchten. Die Kamera sollte so platziert werden, dass sie mit mittlerer Brennweite das gesamte Testchart erfasst. Das Bild wird mit dem Fern- oder Selbstauslöser gemacht, Bildstabilisatoren müssen ausgeschaltet werden. Der Test erfolgt in höchster Auflösung mit geringster JPG-Kompression. Der Objektivmittelpunkt richtet sich auf die Mitte des Testcharts. Mit der Live-View-Funktion lässt sich ein Gitter einblenden, dessen Linien bei korrekter Ausrichtung parallel sind. Die Kamera kann mit einem Getriebe- oder 3-Wege-Neiger, aber nicht mit einem Kugelkopf ausgerichtet werden. Das dauert zumindest bei Zoomobjektiven etwas länger.

Kameraeinstellung für den Test

Die kamerainterne Vignettierungskorrektur soll aktiv sein, ansonsten sind die übrigen Einstellungen auf „Werk“ zurückzusetzen. Es kommt der kleinste native ISO-Wert, nicht aber der ISO-Wert aus der erweiterten Empfindlichkeitseinstellung zum Einsatz. Der Bildstabilisator ist inaktiv, die Kamera arbeitet im manuellen Modus, Live-View und Histogramm sind aktiv. Es folgt ein Fokustestbild des mittleren Siemenssterns (zehn Durchläufe), anschließend sollen Belichtungsreihen für alle Brennweiten aufgenommen werden. Bei der nun folgenden ISO-Belichtungsreihe fotografiert der Nutzer das Testchart für jede ISO-Stufe mit offener Blende. Die Ergebnisse kann sich der Fotograf mit der Seriennummer seines lensTesters auf Camtest.eu laden (im Juni 2016 noch auf Englisch mit Browser-Übersetzung), wo die Software brauchbare Bilder auswählt und diese auswertet. Die Ergebnisse zeigen die genauen Werte der verwendeten Kamera an und liefern zudem Erklärungen zu einzelnen Messwerten, die vielleicht bislang unbekannt waren.

 

 

Fotoquelle: Fotolia, 16126998, Cmon

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