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Die Ricoh CX1 schießt nicht nur schöne Fotos, sie hilft Hobbyhandwerkern auch als Wasserwaage aus.
Die japanische Firma Ricoh zeigt schon seit einiger Zeit, wie man trotz der Marktmacht von Canon, Nikon & Co. im Geschäft bleiben kann – sie produziert eben Digitalkameras, die ganz besondere Features mitbringen. Dass die Ricoh CX1 zum Beispiel eine eingebaute Wasserwaage besitzt, ist natürlich nicht primär als Hilfsmittel für den Handwerker gedacht. Es hilft aber Fotografen, denen sonst immer das Meer ausläuft – die es also intuitiv nicht hinbekommen, den Horizont gerade zu rücken. Die Ricoh CX1 zeigt dazu einen Balken und piepst auf Wunsch sogar, wenn man die Kamera waagerecht hält.

CMOS-Sensor mit 9 Megapixel

Das ist aber nicht die einzige Besonderheit der CX1 – schon der Sensor ist speziell. Es handelt sich nämlich um einen CMOS-Sensor, wie er sonst nur in Spiegelreflex-Kameras zum Einsatz kommt. Völlig ausreichende 9 Megapixel effektive Auflösung bietet er, bei angenehm guter Bildqualität. Nur das grundsätzliche Problem der dafür sehr flotten CMOS-Sensoren kommt auch hier zum Tragen: Das Bildrauschen haben die Ricoh-Ingenieure nicht völlig unter Kontrolle gebracht. Bei mehr als ISO 400 wurden die entsprechenden Artefakte dann schon recht deutlich. Dank des eingebauten Bildstabilisators braucht der Fotograf die höheren Empfindlichkeits-Modi aber seltener.

Großen Wert hat Ricoh bei der CX1 auf den Kontrastumfang gelegt. Dabei hilft zum einen der CMOS-Sensor selbst, zum anderen ein Trick, der an HDR-Fotografie erinnert: Die Ricoh CX1 macht zwei Aufnahmen mit unterschiedlicher Belichtung und kombiniert die jeweils besten Bildteile automatisch miteinander. Das funktioniert in der Praxis überraschend gut. Das sieht man sogar schon auf dem hervorragenden 3-Zoll-Display, das zu den Glanzstücken der Kamera gehört. Es besteht nämlich aus 640 x 480 Punkten (VGA) – so scharf sieht man die eigenen Fotos sonst erst auf dem Computermonitor. Da sehen sogar die rein textbasierten Menüs hübsch aus. Zumindest, wenn es um die eigene Sehkraft nicht zu schlecht bestellt ist, denn die Schrift ist sehr klein.

Tastenbelegung änderbar

Insgesamt müssen sich Einsteiger vor der Ricoh CX1 ganz und gar nicht fürchten, auch im Automatikmodus gelingen ihr gute Bilder. Fortgeschrittene Anwender freuen sich, fast alles selbst einstellen zu dürfen. Sogar die Tastenbelegung ist nach den eigenen Vorlieben änderbar. Schön auch, dass das Siebenfach-Zoom die wichtigsten Bereiche abdeckt, beim 28-Millimeter-Weitwinkel angefangen.

Fazit: Ein besonderer Geschmack hat leider seinen Preis – die Ricoh CX1 ist nicht billig. Dafür besitzt sie aber, was nicht jeder hat. Und auch äußerlich wirkt die Kamera elegant und solide – sie erinnert beinahe an eine Leica.

Technische Daten der Ricoh CX1

  • Bildsensor: 9 Megapixel, 1/2,3“, CMOS
  • Bildschirm: 3 Zoll, 640 x 480
  • Brennweite (KB): 28-200 Millimeter
  • Optisches Zoom: 7-fach
  • Optischer Bildstabilisator: Ja (Sensor-Shift)
  • Filmfunktion: 640 x 480, 30 fps
  • Speicherkarte: SD / SDHC
  • Maße: 102 x 58 x 28 Millimeter
  • Gewicht: 180 Gramm
  • Hersteller-Preis: ca. 380 Euro

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