<img src="http://www.digitalkameravergleiche.de/wp-content/uploads/sites/3/2009/07/pl65_m3.jpg" alt="Kompakte Digitalkamera: Samsung PL 65 (Foto: Samsung)" title="Kompakte Digitalkamera: Samsung PL 65 (Foto: Samsung)" width="250" height="250" class="size-full wp-image-2532 alignleft"
Der koreanische Elektronik-Hersteller macht es dem Kunden im Elektronikmarkt ganz gewiss nicht leicht. In immerhin zehn verschiedene Serien bietet Samsung an, jeweils mit verschiedenen Modellen. Die PL65 soll ein „Edel-Mini“ sein, eine „kompakte Kamera für jeden Anspruch“. Erfüllt die im Handel etwa 200 Euro teure Kamera dieses Versprechen?

Edel sei die Kamera, hilfreich und gut – Goethes Forderung haben sich die Samsung-Designer durchaus zu Herzen genommen. Die PL65 sieht von allen Seiten gut aus. Vorn ein schwarz eingefasstes Objektiv vor gebürsteter Aluminium-Front, hinten ein riesiger Drei-Zoll-Bildschirm, der nahtlos in einer schwarz glänzenden Fläche eingearbeitet ist. Auch die Bedienknöpfe wirken edel, wenn sie für grobe Männerfinger auch etwas zu zierlich sind. Das Modus-Wählrad flutscht durch alle möglichen Stellungen, die Zoomwippe (hier als Hebel ausgeführt) reagiert auf sanften Druck. Die Samsung PL65 ist nicht so leicht, dass sie billig wirkte, aber auch nicht so schwer, dass sie die Hosentasche unnötig belastete.

Intuitive Bedienung

Trotz ihres hübschen Äußeren zeigt die Kamera sich aber auch bei ihrer eigentlichen Arbeit nicht unwillig. Der 1/2,33-Zoll-CCD-Sensor leidet unter der typischen Rauschneigung bei höheren Empfindlichkeiten, zum Glück steht ihm aber ein optischer Bildstabilisator zur Seite, der ein bis zwei Blendenstufen spart. Die Bedienung erfolgt im großen und ganzen intuitiv. Einsteiger bis mittlere Fortgeschrittene sollten damit zufriedenzustellen sein – Profis fehlen verschiedenste manuelle Funktionen. Die Automatiken sind dafür auf der Höhe der Zeit: Die Gesichtserkennung merkt auch, wenn das Motiv blinzelt, und sie lässt sich als bequeme Option für Selbstporträts gebrauchen. Wer ganz faul ist, kann sich auch noch den Szenenmodus von der PL65 einstellen lassen.

Die Bearbeitungsmöglichkeiten in der Kamera beschränken sich auf das Übliche (etwa das Retuschieren roter Augen), den Photoshop ersetzen sie nicht. Eine von Samsung auf der Website beschriebene interessante Funktion ließ sich beim Testgerät trotz intensiven Handbuchstudiums leider nicht ausfindig machen: Auf Wunsch, behauptet der Hersteller, lege die Samsung PL65 einen virtuellen Papierkorb an und verschiebe Dateien dort hinein, statt sie zu löschen. So könne man sie im Notfall schnell wiederherstellen. Nette Idee – aber in der PL65 jedenfalls noch nicht integriert.

Die Filmfunktion zeichnet klassentypisch mit 640 x 480 Punkten auf. Sie erlaubt zwar, während des Filmens den Zoomhebel zu betätigen – neu fokussieren will die Kamera dann aber nicht. Zur Verbindung mit der Cinch-Buchse des Fernsehers liegt ein Spezialkabel bei, auch das USB-Kabel ist leider eine Sonderanfertigung.

Fazit: Wirklich hübsch, die PL65 – mit Fünffach-Zoom und Bildstabilisator kommt die Kamera für die meisten Zwecke in Frage. Nur wer spezielle Anforderungen hat oder auf manche Funktionen verzichten kann, sollte sich anderswo umsehen.

Technische Daten der Samsung PL65

  • Bildsensor: 12 Megapixel, 1/2,33“, CCD
  • Bildschirm: 3 Zoll, 320 x 240
  • Brennweite: (KB) 35-175 Millimeter
  • Optisches Zoom: 5-fach
  • Optischer Bildstabilisator: Ja
  • Filmfunktion: 640 x 480, 30 fps, Zoom während der Aufnahme
  • Speicherkarte: SD / SDHC
  • Maße: 94 x 59 x 24 Millimeter
  • Gewicht: 138 Gramm
  • Hersteller-Preis: ca. 250 Euro

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