Die Samsung WB1000 lockt mit analogen Rundinstrumenten und einem Display mit hoher Auflösung, das besonders hell leuchten soll.Samsung WB 1000: eine kompakte Digitalkamera von Samsung. Foto: Samsung

Das Zeitalter der Digitalanzeige liegt bei Uhren lange zurück – aber auf Geräten der Unterhaltungselektronik fällt den Herstellern nach wie vor nichts besseres ein, als alle wichtigen Daten in digitaler Form zu übermitteln. Dabei ist es nachweislich so, dass Menschen mit dem Signal „halb voll“ weit mehr anfangen können als mit der Anzeige „47,5 Prozent“ – auch wenn die Zahlenform ja eigentlich genauer ist. Samsung setzt bei der WB1000 nun einen angenehmen Gegentrend – auf der Kamera-Oberseite finden sich zwei runde Analoganzeigen, fast wie Tacho und Drehzahlmesser beim Auto gestaltet, die über den Füllstand von Akku und Speicherkarte Auskunft geben. Ein Kleingeist, wer sich nun daran stört, dass die Anzeige nur funktioniert, wenn die Samsung WB1000 eingeschaltet ist. Oder dass es bei der Darstellung ein kleines Logikproblem gibt: „voll“ bedingt beim Speicherkartenzustand eigentlich eine andere Reaktion als bei der Akku-Restmenge.

Samsung WB 1000: Display in OLED-Technik

Egal – vor allem auch, weil das gar nicht die eigentliche Neuheit der Samsung WB 1000 ist. Die erkennt man in ihrer vollen Pracht ebenfalls erst mit dem Einschalten des Geräts – das Display auf der Rückseite ist in OLED-Technik gefertigt. Den organischen Leuchtdioden wird ein besserer Kontrast als LC-Displays nachgesagt, weil sie nicht hintergrundbeleuchtet sind, sondern selbst Licht ausstrahlen. Zudem bietet die Technik einen größeren Betrachtungswinkel. Im Test bestätigt sich das nur teilweise. Der Betrachtungswinkel ist wirklich vorbildlich, Fotos sehen auf dem mit 480 x 320 Punkten höher als sonst üblich aufgelösten Display ausnehmend schön aus. Nur darf man sich mit der Samsung WB1000 nicht ins Freie begeben – hier krankt sie an derselben Anfälligkeit fürs helle Sonnenlicht wie die meisten Konkurrenten. Und so wünscht man sich am Strand dann eben doch einen Sucher, um noch etwas vom Motiv erkennen zu können.


Samsung WB1000: Interessante Alternative zur Spiegelreflexkamera

Weil die Kamera mit 400 Euro nicht ganz billig ist, ist sie absoluten Anfängern eher nicht zu empfehlen. Fortgeschrittene Laien bekommen mit ihr aber eine interessante Alternative zur Spiegelreflex, wenn mal wirklich gar kein Platz für eine „richtige“ Kamera ist. Bei der Samsung WB1000 kann man nämlich fast alles auch manuell regeln – und das sehr komfortabel über ein Steuerkreuz, dessen Ring drehbar gelagert ist. So kennen wir es von mancher digitaler Spiegelreflex. Nur schade, dass man nicht auch manuell fokussieren kann. In den Automatik-Modi macht die Kamera ebenfalls eine gute Figur – es ist bis hin zur Erkennung geschlossener Augen alles drin, was Einsteiger sich wünschen könnten. Eine lobende Erwähnung wert ist das Fünffach-Zoom, das schon bei 24 Millimetern Weitwinkel beginnt und auch einigermaßen lichtstark ist. Zusammen mit dem optischen Bildstabilisator ist das die Garantie, dass trotz der Rauschneigung des 12-Megapixel-Chips noch schöne Fotos entstehen.

Fazit: Die Samsung WB1000 zeigt, was momentan im Kompaktbereich möglich ist. Fast schade, dass Samsung bei seinem aktuellen Flaggschiff unbedingt auf einen 12-Megapixel-Sensor setzen musste – weniger wäre hier mehr.

Technische Daten der Samsung WB1000

  • Bildsensor: 12 Megapixel, 1/2,33“, CCD
  • Bildschirm: 3 Zoll, 480 x 320, OLED
  • Brennweite (KB): 24-120 Millimeter
  • Optisches Zoom: 5-fach
  • Optischer Bildstabilisator: Ja
  • Filmfunktion: 1280 x 720, 30 fps, Zoom während der Aufnahme
  • Speicherkarte: SD / SDHC
  • Maße: 97 x 61 x 21 Millimeter
  • Gewicht: 160 Gramm
  • Hersteller-Preis: ca. 400 Euro

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