digitalkameravergleiche.de

Digitalkameras im Vergleich – Kaufberatung

die Jackentasche

Kompaktkameras im Vergleich: fünf Modelle für die Jackentasche

Von der flachen Ricoh GR IV bis zur Sony RX1R III mit Vollformatsensor: Wir vergleichen fünf Kompaktkameras und zeigen, welche Merkmale für Sie wirklich zählen.

5 Modelle verglichen nach Herstellerangaben und unabhängigen Testergebnissen – so vergleichen wir. Aktualisiert 6. November 2026.

Am taschentauglichsten

Ricoh GR IV

Mit 32,7 mm Tiefe und 262 g ist die Ricoh GR IV die flachste und leichteste Kamera dieses Vergleichs und bietet trotzdem einen APS-C-Sensor.

Bei Amazon ansehen*

Für Video

Canon PowerShot V1

Die Canon PowerShot V1 kombiniert 4K-Video in 10 Bit mit C-Log3, einem Lüfter, einem voll schwenkbaren Display sowie Mikrofon- und Kopfhöreranschluss.

Bei Amazon ansehen*

Beste Ausstattung

Fujifilm X100VI

Die Fujifilm X100VI vereint 40,2 Megapixel auf APS-C mit Hybridsucher, Sensor-Shift-Stabilisator bis 6 Blendenstufen und integriertem ND-Filter.

Bei Amazon ansehen*

Größter Sensor

Sony Cyber-shot RX1R III

Die Sony RX1R III hat mit Vollformat und 61 Megapixeln den größten und am höchsten auflösenden Sensor im Vergleich, verzichtet aber auf einen Bildstabilisator.

Bei Amazon ansehen*

Vergleichstabelle

ModellSensorObjektiv / ZoomSucherMaßeGewichtPreisklasseKaufen
Canon PowerShot V11,4-Zoll-Typ CMOS, 18,4 × 12,3 mm16–50 mm (KB-äquivalent), 3,1-fach Zoom, F2,8–4,5, eingebauter ND-Filter (3 Blendenstufen)kein Sucher118,3 × 68,0 × 52,5 mm426 g600–1.000 €Amazon*
Fujifilm X100VIAPS-C X-Trans CMOS 5 HR, 23,5 × 15,7 mmFujinon 23 mm (35 mm KB-äquivalent), Festbrennweite ohne optischen Zoom, F2,0; digitaler Telekonverter auf 50 und 70 mmHybridsucher: optisch (ca. 0,52×) und OLED-EVF (3,69 Mio. Punkte, 0,66×)128,0 × 74,8 × 55,3 mm521 g1.000–2.000 €Amazon*
Leica D-Lux 84/3" CMOS, 17,1 × 11,8 mmLeica DC Vario-Summilux 10,9–34 mm, KB-äquivalent 24–75 mm, ca. 3,1-fach, f/1,7–2,8OLED-EVF, 2,36 Mio. Bildpunkte, 0,74-fach, 60 B/s, Augensensor130 × 69 × 62 mm397 g1.000–2.000 €Amazon*
Ricoh GR IVAPS-C CMOS, 23,3 × 15,5 mm18,3 mm (28 mm KB-äquivalent), Festbrennweite ohne Zoom, F2.8–F16kein Sucher109,4 × 61,1 × 32,7 mm262 g1.000–2.000 €Amazon*
Sony Cyber-shot RX1R IIIVollformat Exmor R CMOS (rückwärtig belichtet), 35,7 × 23,8 mmZEISS Sonnar T* 35 mm F2, Festbrennweite ohne Zoom; Makromodus ab 20 cm; Step-Crop auf 50 und 70 mm Bildwinkelelektronisch, 0,39 Zoll OLED, 2,36 Mio. Bildpunkte, 0,70-fache Vergrößerung, fest integriert113,3 × 67,9 × 87,5 mm498 güber 2.000 €Amazon*

* Affiliate-Link: Kaufen Sie darüber, erhalten wir eine Provision. Für Sie ändert sich der Preis nicht.

Eine gute Kompaktkamera soll mehr können als das Smartphone und trotzdem mitkommen, wenn Sie nur mit Jacke das Haus verlassen. Die fünf Modelle dieses Vergleichs lösen diese Aufgabe sehr unterschiedlich: Die Spanne reicht von 262 bis 521 g, vom 4/3-Sensor bis zum Vollformat und von der Festbrennweite bis zum Zoom. Selbst getestet haben wir die Kameras nicht. Unsere Einordnung stützt sich auf Herstellerangaben und, wo vorhanden, auf Testergebnisse anderer, die wir mit Quelle nennen.

Größe und Gewicht: Was wirklich in die Tasche passt

Achten Sie nicht nur auf Breite und Höhe, sondern vor allem auf die Tiefe. Sie entscheidet darüber, ob eine Kamera in der Tasche aufträgt. Die Ricoh GR IV ist mit 32,7 mm mit Abstand am flachsten und mit 262 g auch am leichtesten. Canon PowerShot V1 (52,5 mm) und Fujifilm X100VI (55,3 mm) brauchen schon deutlich mehr Platz, die Leica D-Lux 8 kommt auf 62 mm. Die Sony RX1R III ist zwar nur 113,3 mm breit, aber 87,5 mm tief. Für diese Modelle sollten Sie eher mit einer großen Jackentasche planen.

Sensor und Auflösung: Reserven für wenig Licht

Ein größerer Sensor fängt mehr Licht ein und ist deshalb vor allem bei schwachem Licht und für eine geringe Schärfentiefe im Vorteil. Die Sony führt hier mit Vollformat (35,7 × 23,8 mm). Fujifilm und Ricoh setzen auf APS-C. Die Sensoren von Canon (18,4 × 12,3 mm) und Leica (17,1 × 11,8 mm) sind kleiner, aber für Kompaktkameras immer noch groß.

Die Auflösung reicht von 17 Megapixeln bei der Leica bis zu 61 Megapixeln bei der Sony. Viele Megapixel helfen, wenn Sie Bilder stark beschneiden oder groß drucken möchten. Für sich genommen sagen sie aber wenig über die Bildqualität aus.

Objektiv: Zoom oder Festbrennweite?

Bei allen fünf Kameras ist das Objektiv fest verbaut, die Wahl sollte also zu Ihren Motiven passen. Nur zwei Modelle bieten einen optischen Zoom:

  • Canon PowerShot V1: 16–50 mm (KB), F2,8–4,5, besonders weitwinklig für Innenräume, Architektur und Aufnahmen von sich selbst.
  • Leica D-Lux 8: 24–75 mm (KB), f/1,7–2,8, mit mehr Reichweite und höherer Lichtstärke.
  • Ricoh GR IV: 28 mm (KB), F2.8, ein klassischer Weitwinkel für Straße und Reise.
  • Fujifilm X100VI und Sony RX1R III: jeweils 35 mm (KB) mit F2, dazu digitale Ausschnitte für 50 und 70 mm. Die Sony fokussiert im Makromodus ab 20 cm.

Die digitalen Stufen ersetzen keinen optischen Zoom, denn sie nutzen nur einen Teil des Sensors.

Bildstabilisator und ND-Filter

Ein Stabilisator erlaubt längere Belichtungszeiten aus der Hand. Die Fujifilm nennt bis zu 6 Blendenstufen, die Canon bis zu 5. Die Ricoh arbeitet mit einem 5-Achsen-Sensor-Shift, die Leica stabilisiert optisch im Objektiv. Die Sony hat weder einen optischen Stabilisator noch eine Sensorstabilisierung, bei Video steht nur eine elektronische Lösung mit 1,3-fachem Crop bereit. Ein eingebauter ND-Filter ist praktisch, wenn Sie bei hellem Licht mit offener Blende oder längerer Belichtungszeit arbeiten möchten. Ihn bieten die Fujifilm (4 Blendenstufen) und die Canon (3 Blendenstufen).

Sucher und Display

Bei starker Sonne hilft ein Sucher, das Bild sicher zu beurteilen. Die Fujifilm bietet einen Hybridsucher mit optischem und elektronischem Modus, Leica und Sony haben elektronische OLED-Sucher. Canon und Ricoh verzichten ganz darauf. Beim Display liegt die Canon mit ihrem voll schwenkbaren Touchscreen vorn. Das Display der Fujifilm lässt sich nur im Querformat klappen, bei Ricoh und Sony ist es fest verbaut.

Autofokus und Serienbilder

Wenn Sie Kinder, Tiere oder Sport fotografieren, sollten Sie hier genau hinsehen. Die Canon schafft 15 Bilder/s mechanisch und 30 Bilder/s elektronisch und erkennt neben Menschen auch Hunde und Katzen. Die Fujifilm erreicht bis zu 11 Bilder/s mechanisch und bietet eine KI-Motiverkennung, die Sony nutzt 693 Phasen-AF-Punkte und ebenfalls KI, liefert aber nur 5 Bilder/s. Die Leica arbeitet mit Kontrast-AF ohne Phasendetektion. Die Ricoh kommt auf 4 Bilder/s, ihre Motivverfolgung ist laut DPReview nicht mehr zeitgemäß.

Video und Anschlüsse

Für ambitionierte Videoarbeit ist die Canon am besten ausgestattet: 4K bis 30p ohne Crop, 10 Bit, C-Log3, ein Lüfter für längere Aufnahmen sowie Mikrofon- und Kopfhöreranschluss. Einschränkungen sind der 1,4-fache Crop bei 4K 60p und laut DPReview ein relativ starker Rolling Shutter. Die Fujifilm bietet die höchste Auflösung mit 6,2K 30p und 4K 60p in 10 Bit. Die Sony zeichnet 4K 30p in 10 Bit mit S-Log3 auf. Die Leica bleibt bei 4K 30p mit 8 Bit, die Ricoh bei Full HD.

Akku und Wetterschutz

Nach CIPA reicht die Canon für rund 340 Aufnahmen, die Fujifilm für etwa 320 mit Display und die Sony für 300. Die Ricoh liegt bei etwa 250, ein Ersatzakku ist für lange Tage also sinnvoll. Für die Leica nennt der Hersteller keinen CIPA-Wert. Regenfest ist ab Werk keines der Modelle ausgewiesen.

Welches Gerät passt zu wem?

  • Ricoh GR IV: für alle, die die Kamera immer dabeihaben möchten und mit 28 mm auskommen. Praktisch sind die rund 53 GB interner Speicher zusätzlich zur microSD-Karte.
  • Canon PowerShot V1: für Videofilmer und Reisende, die Weitwinkel und Zoom wollen. Sie ist die einzige Kamera dieses Vergleichs in der Preisklasse 600–1.000 €.
  • Leica D-Lux 8: für Fotografen, die ein lichtstarkes Zoom mit Sucher suchen und eher ruhige Motive aufnehmen.
  • Fujifilm X100VI: für alle, die eine vielseitige Festbrennweite mit Sucher, Stabilisator und hoher Auflösung schätzen.
  • Sony RX1R III: für Anspruchsvolle, denen die Sensorgröße am wichtigsten ist und die auf einen Stabilisator verzichten können. Sie liegt als einziges Modell in der Preisklasse über 2.000 €.

Häufige Fragen

Welche Kompaktkamera passt am ehesten in die Jackentasche?

Die Ricoh GR IV: Sie ist mit 109,4 × 61,1 × 32,7 mm und 262 g das kleinste und leichteste Modell in diesem Vergleich.

Brauche ich einen optischen Zoom?

Wenn Sie häufig unterschiedliche Bildausschnitte benötigen, ja. Dann kommen die Canon PowerShot V1 und die Leica D-Lux 8 infrage. Die übrigen Modelle sind Festbrennweiten.

Welche Kompaktkamera eignet sich am besten für Video?

Nach den Daten ist es die Canon PowerShot V1, vor allem wegen Lüfter, C-Log3, Schwenkdisplay und Audioanschlüssen. Die höchste Videoauflösung bietet die Fujifilm X100VI mit 6,2K.

Sind die Kameras gegen Regen geschützt?

Ab Werk ist bei keinem Modell ein Wetterschutz ausgewiesen. Die Fujifilm X100VI erreicht Schutz gegen Spritzwasser, Frost und Staub nur mit Adapterring AR-X100 und Schutzfilter PRF-49, beides ist Zubehör.

Alle Modelle aus diesem Vergleich