Wo liegt der Unterschied zwischen optischem und digitalem Zoom? Um bei der Aufnahme von Bildern und Filmen eine optimale Qualität zu erreichen, ist es wichtig, die optische und digitale Vergrößerung richtig einzusetzen. Welcher Zoom in einzelnen Situationen verwendet werden sollte, hängt von der Perspektive und den Lichtverhältnissen ab. Generell hat es sich allerdings als vorteilhaft erwiesen, beide Varianten anzuwenden.


Der optische Zoom

Eine optische Vergrößerung kann durch die Verstellung der Linsen im Objektiv einer Kamera erreicht werden. Das Ziel ist es, das einfallende Licht so zu streuen, dass eine Vergrößerung der Aufnahme vorgenommen wird. Bis zu einer bestimmten Grenze geht dieses Verfahren mit keinem Qualitätsverlust einher. Darüber hinaus ist es ebenso möglich, das einfallende Licht zu sammeln, um das Zielobjekt zu verkleinern. In der Anwendung sollte der optische Zoom allerdings nur in Maßen genutzt werden. Andernfalls müssen bei der Bildschärfe der Aufnahmen deutliche Verluste in Kauf genommen werden. Alternativ besteht bei zahlreichen Kameras die Möglichkeit, das Objektiv zu wechseln. Dann können professionelle Bilder auch im hohen Vergrößerungsbereich aufgenommen werden.

Der digitale Zoom

Neben der optischen Vergrößerung besteht bei vielen Kameras zusätzlich die Option, eine Annäherung durch den digitalen Zoom zu erreichen. An der Einstellung der Linsenposition werden hierbei keine Veränderungen vorgenommen. Stattdessen wird ein Bild erst dann vergrößert, nachdem es bereits aufgenommen wurde. Für die Annäherung ist ein Prozessor zuständig, der eine Hochrechnung der einzelnen Bildpunkte vornimmt. In einem kleinen Rahmen können Qualitätsverluste vermieden werden, indem die fertigen Resultate zuletzt noch modelliert werden. Ab einem Vergrößerungsfaktor von 100 Prozent kann dieses Verfahren allerdings nicht mehr erfolgreich angewendet werden. Der digitale Zoom sollte daher nur genutzt werden, falls geringe Vergrößerungen vorgenommen oder Qualitätsverluste in Kauf genommen werden. Eine optische Vergrößerung ist im Übrigen auch auf einem Heimrechner oder in einem Fotostudio möglich.

Die Mischung macht’s

Um eine Annäherung zu erzielen, können beide Vergrößerungsvarianten separat angewendet werden. Allerdings zeigt die Erfahrung, dass sich die besten Resultate aus der Kombination des digitalen und optischen Zooms ergeben. Auf diese Weise können einzelne Bilder und Filme sogar im hohen Vergrößerungsbereich aufgenommen werden.

Bilrechte: demarco – Fotolia

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