Kompakte Digitalkameras
September 29, 2009 by Digitalkamera Test · Kommentar hinterlassen
Kompakte Digitalkameras sind relativ handliche, leichte und bedienerfreundliche Digitalkameras, für die mittlerweile sogar die Verwendung von Wechselobjektiven möglich ist. Die Auflösung liegt derzeit oft schon über 10 Megapixel, wobei aber der meist immer kleiner werdende Sensor sowie die immer kleiner werdenden Bildpunkte häufig ein deutlich sichtbares Bildrauschen erzeugen. Um dies abzustellen, verfügen viele Kameras bereits über ein Entrauschungsprogramm, welches diese Bildfehler auf Kosten der Bildschärfe korrigiert.
Gerade bei kompakten Digitalkameras kann die Auslöseverzögerung je nach Modell und Aufnahmebedingungen im Bereich bis zu über einer Sekunde liegen. Die für höherwertige Kameras speziell entwickelten leistungsfähigen Prozessoren sind sehr teuer, so dass diese für den Einbau in Kompaktkameras in der Regel nicht in Frage kommen.
Hybrid-Fokus nicht für den Nahbereich
Auch die als Hybrid-Fokus bezeichnete Technik, bei der ein weiterer Sensor, der sog. AF-Sensor, verwendet wird, ist nicht optimal, denn sie funktioniert im Nahbereich nicht. Leider sind gerade im Segment der kompakten Digitalkameras die technischen Möglichkeiten kostenbedingt stark eingeschränkt, so dass aufgrund der relativ langsamen Auslöseverzögerung spontanes Fotografieren, also Schnappschüsse, oft nur eingeschränkt möglich sind. Allerdings gibt es mittlerweile auch Kameras mit zweistufigen Auslösern. In der ersten Stufe werden Fokus und Belichtung bereits abgespeichert und in der zweiten Stufe wird die Aufnahme mit relativ geringer Verzögerung ausgelöst.
Kompakte Digitalkameras mit Schnappschuss-Einstellung
Einige Hersteller haben auch eine spezielle Schnappschuss-Einstellung entwickelt. Hier wird das Objektiv auf eine mittlere Entfernung eingestellt, so dass die Verzögerung praktisch entfällt. Allerdings muss man natürlich Abstriche bezüglich der Schärfe in Kauf nehmen. Generell ist auch das kleinere Aufnahmeformat der Kompaktkameras als Nachteil anzusehen. Häufig wird bei Kompaktkameras ein Weitwinkelobjektiv verwendet, um einen möglichst großen Aufnahmebereich zu erzeugen. Dies führt bei großem Bildwinkel oder kleinem Aufnahmeabstand letztlich zu einer unnatürlichen Verzerrung, was beispielsweise bei Porträtaufnahmen auffällt, denn die kameranahen Gesichtspartien wirken unverhältnismäßig groß. Von großem Vorteil sind hier die sich immer mehr durchsetzenden Zoomobjektive, die dieses Problem gar nicht erst entstehen lassen.
Wer sich eine gute Kompakte Digitalkamera kaufen möchte, könnte mit der Pentax Optio W80 das passende Modell finden.
Auslöseverzögerung
September 9, 2009 by Digitalkamera Test · Kommentar hinterlassen
Die Auslöseverzögerung ist ein Qualitätsmerkmal moderner Digitalkameras. Sie bezeichnet in der Fotografie die Zeitspanne zwischen dem Betätigen des Kameraauslösers und der Bildaufzeichnung und ist abhängig von der in der jeweiligen Kamera verwendeten Technik und somit ein konstruktionsbedingtes Merkmal. Beispielsweise muss bei Spiegelreflexkameras vor der Bildaufzeichnung der Schwingspiegel betätigt werden, einige Spiegelreflexkameras, müssen die eigentlich fast verzögerungsfreie Belichtungsmessung unmittelbar nach dem Schließen der Objektivblende nachjustieren. Anschließend wird der Verschluss geöffnet und die Belichtung beginnt.
Zusätzlich zu diesen mechanischen Abläufen muss bei Digitalkameras mit Autofokus ein Motor die ermittelte Entfernungseinstellung realisieren, die Fokussier-Geschwindigkeit ist ein entscheidender Zeitfaktor. Er kann ggf. durch das Abschalten von Kamerafunktionen wie Weißabgleich oder Display verringert werden, weil hierdurch der Prozessor der Digitalkamera entlastet wird. Alternativ gibt es auch Kameras, die über einen gesonderten Autofokus-Sensor verfügen, wodurch eine beachtliche Zeitersparnis beim Auslösevorgang erreicht werden kann. Diese Technologie wird auch als „Hybrid-Fokus“ bezeichnet. Der zusätzliche AF-Sensor ist unabhängig vom Aufnahme-CCD-Sensor, so dass Verzögerungen von weniger als 0,1 Sekunden erreichbar sind. Problematisch ist dieses System allerdings im Nahbereich oder bei Makroaufnahmen, denn konstruktionsbedingt funktioniert dieses Verfahren hier nicht und die Kamera muss auf die relativ langsame CCD-Auswertung zurückgreifen. Einige Hersteller höherwertiger Kameras lösen das Problem durch den Einbau leistungsfähiger Prozessoren, allerdings ist das natürlich ein erheblicher Kostenfaktor.
Auslöseverzögerung: Spontane Fotos schwierig
Mittlerweile wird bei den technischen Daten einer Kamera auch die Auslöseverzögerung angegeben, um Kameras qualitativ vergleichbar zu machen. Allerdings wird hiermit meist die Zeitspanne nach der Fokussierung bezeichnet. Grundsätzlich beeinflusst die Auslöseverzögerung die spontane Fotografie ganz erheblich, mit vielen Kameras sind Schnappschüsse fast unmöglich. Hier kann u. a. durch Serienaufnahmen Abhilfe geschaffen werden, wobei jedoch die Bildfolgezeit und der Pufferspeicher der Kamera beachtet werden muss. Bei den meisten Kameras wird ein zweistufig arbeitender Auslöser verwendet, der in der ersten Stufe Fokus und Belichtung speichert und erst in der zweiten Stufe die Aufnahme auslöst. Hierbei ist die Verzögerung recht gering.
Verschiedene Tests haben ergeben, dass zum Beispiel Sony Spiegelreflexkameras in der Praxis eine gute Auslöseverzögerung haben.


