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Zoom

Oktober 15, 2009 by · Kommentar hinterlassen 

Als Zoom wird die meist stufenlose Brennweiten-Vergrößerung der Objektive bezeichnet, mit deren Hilfe man Objekte innerhalb eines bestimmten Brennweitenbereichs heranholen kann. Häufig wird dieser Begriff aber auch als Kurzform für „Zoomobjektiv“ verwendet, wobei der Begriff „Zoom“ eigentlich eine lautmalerische Umschreibung für eine rasche Bewegung ist, etwa wie „Husch“ im Deutschen. Grundsätzlich kann man zwischen digitalem und optischem Zoom unterscheiden. Der optische Zoom wird durch spezielle, verstellbare Objektive erreicht, die Linsenelemente werden durch Drehen oder Verschieben eines Rings am Objektiv oder durch Drücken einer Taste bei motorisch gesteuertem Zoom erreicht. Häufig erfolgt diese Bewegung stufenlos, aber gerade bei einfacheren Modellen ist der Zoom aus Kostengründen oft mehr oder weniger grob abgestuft. Viele Objektive mit weitem Zoombereich sind lichtschwach und sehr groß, weitere Nachteile können der oft hohe Preis und das durchaus beachtliche Gewicht sein. Für Alltagsnutzer sind Zoomobjektive in kleineren Bereichen eher empfehlenswert. Für die professionelle Nutzung ist häufig die Verwendung von Wechselobjektiven eine Option.

Zoom mit verschiedenen Objektiven

Man unterscheidet bei Zoomobjektiven zwischen den sogenannten „echten“ Zoomobjektiven, bei denen das Bild über den Zoomprozess scharf bleibt, und den Vario-Objektiven. Bei letzteren kann man die Brennweite verändern, muss aber gleichzeitig auch nachfokussieren. Zoomobjektive erlauben die Überbrückung des Brennweitenbereichs 28 bis 200 mm mit nur einem Objektiv. Für die Kleinbildphotographie bedeutet dies eine Überbrückung vom Weitwinkel- bis zum Teleobjektiv ohne Wechsel der Objektive. Dies wirkt sich natürlich auch auf die Anschaffungskosten einer Ausrüstung aus, welche dadurch deutlich reduziert werden kann, sofern man die etwas schlechtere Bildqualität in Kauf nehmen möchte.

Zoom für flexible Fotografie

Von Vorteil ist das Zoomobjektiv beispielsweise dann, wenn entweder kein Zeitfaktor für einen Objektivwechsel vorhanden ist – wenn sich das Motiv rasch verändert – oder wenn es sich um ein feuchtes oder staubiges Umfeld handelt, und Gefahr bestünde, das Kamerainnere zu verschmutzen. Auch in Situationen wie etwa Bergsteigen ist der nicht erforderliche Kameraumbau zusammen mit der Gewichtsersparnis positiv. Die häufig verwendete Größenangabe für die Zoomleistung, der sog. Zoomfaktor, z. B. 3-fach Zoom, sagt hier nichts über die wirkliche Vergrößerung aus, sondern bedeutet nur, dass die kleinste Brennweite, die man einstellen kann, dreimal kleiner ist als die größte einstellbare Brennweite. Der digitale Zoom beschreibt lediglich die Vergrößerung eines Bildausschnitts mit Hilfe eines einfachen Bildbearbeitungsprogramms. Hier führen große Zoomstufen zu den sog. „pixeligen“ Bildern, d. h. die Bildqualität leidet enorm und daher ist der digitale Zoom kein gleichwertiger Ersatz für einen fehlenden optischen Zoom.

Die > Casio Exilim EX-H10 verfügt über einen ausgewachsenen Zehnfach-Zoom.

Teleobjektiv

Oktober 1, 2009 by · Kommentar hinterlassen 

Allgemein wird als Teleobjektiv ein Objektiv mit einer längeren Brennweite und kleinerem Bildwinkel als das sogenannte Normalobjektiv (Brennweite etwa Diagonale des Aufnahme-Bildformates) bezeichnet. Meist werden sie verwendet, um weit entfernte Objekte zu vergrößern und nahe heranzuholen, vergleichbar in etwa mit einem Fernglas.

Teleobjektiv: geringe Schärfentiefe

Typisches Merkmal der Teleobjektive ist die geringe Schärfentiefe, sie wird verwendet, falls nur das eigentliche Motiv scharf abgebildet werden soll. Bei den Teleobjektiven handelt es sich meist um Wechselobjektive, fest integriert kommen sie nur selten vor. Oft werden sie beispielsweise für die Makrophotographie verwendet, da hier aufgrund des größeren Arbeitsabstandes zum Objekt im Vergleich zu anderen Objektiven die Beleuchtung einfacher ist. Wird statt eines Teleobjektivs ein Weitwinkelobjektiv verwendet, so wird nicht der Vordergrund des betreffenden Objektes sondern dessen Hintergrund betont.

Teleobjektiv mit und ohne Stativ

Grundsätzlich lassen sich Teleobjektive je nach Brennweite und Verwendungszweck in verschiedene Kategorien einteilen. Porträtobjektive verfügen über eine verringerte Schärfentiefe und erlauben somit eine günstige, verzerrungsfreie, aber noch nicht flache Abbildung von Gesichtern. Von Vorteil ist hierbei, dass sich diese Objektive (Brennweiten meist 85 oder 100 mm) noch problemlos ohne Stativ benutzen lassen. Standard-Teleobjektive mit Brennweiten von ca. 135 bis 200 mm finden hauptsächlich Verwendung in der Natur- und Landschaftsphotographie. Hier wird allerdings aufgrund der notwendigen Verwendung hochempfindlicher Filme i. d. R. ein Stativ erforderlich, um nicht zu verwackeln. Für spezielle Anforderungen wie Tier- und Sportphotographie werden Superteleobjektive eingesetzt. Ihre Brennweiten liegen über 300 mm, für ihre Verwendung ist – nicht zuletzt aufgrund des hohen Gewichts – ein Stativ unerlässlich. Sonderanfertigungen sind beispielsweise Spiegellinsenobjektive, die es mit ihrem besonderen (sog. „gefalteten“) Strahlengang möglich machen, äußerst kleine, kompakte und vergleichsweise leichte Objektive mit großen Brennweiten herzustellen. Es gibt sie mit Brennweiten von 250 bis 2000 mm, allerdings sind bei dieser Technik ringförmige Reflexionen nicht zu umgehen, was sich durchaus als störend herausstellen kann.

Ein Beispiel für top Bildqualität liefert die Olympus E-P1.

Brennweite

September 17, 2009 by · Kommentar hinterlassen 

Als Brennweite versteht man in der Optik die Entfernung einer Linse von ihrem Brennpunkt oder – genauer gesagt – den Abstand des Brennpunktes von der Hauptebene einer Linse bzw. eines Hohlspiegels. Der Brennpunkt wird auch als Fokus bezeichnet und ist eine Eigenschaft des optischen Systems, also unabhängig von der jeweiligen Aufnahmesituation oder Fokussierung. Man unterscheidet Sammellinsen (und Hohlspiegel) mit positiver Brennweite von Zerstreuungslinsen mit negativer Brennweite. Sammellinsen bündeln alle parallel zur optischen Achse einfallenden Lichtstrahlen im Brennpunkt.

Brennweite definiert den Bildwinkel

Die Brennweite eines Objektivs definiert gemeinsam mit dem Aufnahmeformat den Bildwinkel und damit natürlich den darstellbaren Bildausschnitt. Man bezeichnet ein Objektiv, dessen Brennweite ungefähr so groß ist wie die Diagonale des Aufnahmeformats als Normalobjektiv für das betreffende Format. Die Brennweite ist abhängig von der Form der verwendeten Linse, sie verändert sich bei einer sphärischen Linse vom Randbereich zum Zentralbereich. Dieser Effekt kann durch Abblenden, durch Verwenden asphärischer Linsen oder Spiegel oder auch durch Kombination mehrerer Linsen, die den Fehler ausgleichen, behoben werden. Auch die Farbe (d. h. Wellenlänge) des Lichtes verändert die Brennweite. Hieraus resultieren Abbildungsfehler wie u. a. Farbsäume oder unscharfe Stellen. Ausgeglichen werden kann das Problem durch die Verwendung achromatischer oder apochromatischer Linsenkombinationen. Führt man vom selben Standort Aufnahmen mit unterschiedlichen Brennweiten durch, so erreicht man eine Änderung des Abbildungsmaßstabes, die Perspektive bleibt gleich, es ändert sich allerdings der Bereich der Schärfentiefe.

Individuelle, perspektivische Darstellungen

Umgekehrt führt die Durchführung von Aufnahmen mit unterschiedlichen Brennweiten und gleichem Abbildungsmaßstab zu verschiedenen perspektivischen Darstellungen. Ursache ist der unterschiedliche Aufnahmeabstand. Beispielsweise wird bei der Aufnahme mit einem Weitwinkelobjektiv der Vordergrund des jeweiligen Objektes stark betont, wohingegen bei Aufnahmen mit dem Teleobjektiv der Hintergrund stärker betont wird. Dieser Effekt entsteht aufgrund unterschiedlicher Brennweiten bei gleichem Abbildungsmaßstab, wofür allerdings unterschiedliche Entfernungen zum Objekt nötig sind. Daher verändert sich schließlich die Perspektive, was bei Verwendung eines Weitwinkelobjektivs gerade bei großen Bildwinkeln oder kleinen Aufnahmeabständen unnatürlich oder verzerrt wirken kann.

Ein gutes Beispiel für die Qualität der Aufnahmen ist die Casio Exilim EX-H100.

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