Am 6. November 2019 ist es soweit: Leica stellt den Nachfolger seiner Leica SL vor, die SL2. Erste Branchengerüchte sprechen von einem 47 MP-Sensor und einer fünffachen Bildstabilisierung.

Produktlinie mit Tradition

Ältere Fotofreunde werden es noch wissen: Das Produktkürzel SL (Single Lens“) hat bei Leitz eine lange Tradition. Die ersten analogen Kleinbild-Spiegelreflexkameras unter dem Namen Leicaflex SL erschienen im Jahr 1968. Sie waren die Nachfolger der ersten Leicaflex-Kameras und besaßen als Verbesserung eine TTL(Trough-The-Lens“)-Lichtmessung.
Leitz musste als Hersteller der weltbekannten M-Messsucherkameras damals auf den wachsenden Markt von Spiegelreflexkameras aus Fernost reagieren, und als Resultat wurden die Modelle Leicaflex, Leicaflex SL und SL2 produziert. Obwohl die Kameras dieser Produktserie weniger Funktionen und Wechselobjektive besaßen als die Konkurrenz aus Japan, gehören sie heute in Sachen Bildqualität für viele zum Besten, was die analoge Fotowelt an SLR-Kameras hervorgebracht hat.
Im Jahr 2015 erschien das digitale Leica SL-System. Die Leica SL (Typ 601) hat einen Bildsucher mit 4,4 Millionen Pixel Auflösung und einen Sensor mit 24 Megapixeln (MP). Nun erreicht das Nachfolgemodell den Markt.

47-Megapixel-Sensor verspricht ein hohes Maß an Bildqualität

Laut Branchengerüchten ist die neue SL2 mit einem 47-MP-Bildsensor ausgestattet – zusammen mit einem fünffachen Bildstabilisator. Das lässt in Verbindung mit dem Ruf, den Leicas in Bezug auf Qualität genießen, auf eine außerordentlich gute Bildqualität schließen – auch bei Available-Light-Aufnahmen aus der Hand.
Die DNG-Dateien der Kamera sollen eine Bildgröße von 80 MB besitzen, JPEGs 15 MB. In der SL2 ist ein Maestro III-Prozessor verbaut. Beim elektronischen Sucher wurde ebenfalls auf extreme Detailschärfe gesetzt: Er besitzt über fünf Millionen MP. Bewegtbilder nimmt die Kamera in 4K auf, und für eine optimierte Filmqualität ist ein Cine-Modus mit an Bord.
Außerdem lässt sich die Leica SL2 mit der Leica FOTOS App verwenden. Ihre Daten kann sie via Wi-Fi oder Bluetooth ausgeben.
In puncto Robustheit kann das Gehäuse durchaus mit der Konkurrenz mithalten, will man den Insidergerüchten Glauben schenken: es besteht aus Magnesium und soll wetterfest sein.
Was den Preis anbetrifft, führt der SL2-Body eine alte Leica-Tradition fort – die der dauernden Anwesenheit im obersten Marktsegment: Die Kamera wird den Gerüchten zufolge mit einem Preisschild von 5.990 Euro auf den Markt kommen – ohne Objektiv.

Symbolfoto: Unsplash, Q0PjP8pVXV8, Yusuf Evli

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