Reisen
Reisezoom-Kameras im Vergleich: vier Kompakte für unterwegs
Vier kompakte Reisekameras im Vergleich: vom 40-fach-Zoom bis zum 1-Zoll-Sensor. So finden Sie das Modell, das zu Ihren Motiven und Ihrem Reisegepäck passt.
4 Modelle verglichen nach Herstellerangaben und unabhängigen Testergebnissen – so vergleichen wir. Aktualisiert 6. November 2026.
Bester Zoom
Canon PowerShot SX740 HS Lite Edition
Die Canon SX740 HS Lite Edition bietet mit 24–960 mm den größten Zoombereich im Vergleich und ist mit 299 g zugleich das leichteste Modell.
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Panasonic LUMIX DC-TZ99
Die Panasonic TZ99 kombiniert in der Preisklasse 300–600 € einen 30-fach-Zoom mit klappbarem Touchscreen, RAW-Aufnahme, Laden per USB-C und ca. 380 Aufnahmen nach CIPA.
Bei Amazon ansehen*Großer Sensor mit viel Zoom
Panasonic LUMIX DC-TZ300
Die Panasonic TZ300 verbindet einen 1-Zoll-Sensor mit einem Zoombereich von 24–360 mm und reicht damit deutlich weiter als die Sony RX100 VII mit gleich großem Sensortyp.
Bei Amazon ansehen*Für Action und Video
Sony Cyber-shot RX100 VII
Die Sony RX100 VII bringt Echtzeit-Tracking, Augen-AF für Mensch und Tier, 20 Bilder/s, einen Pop-up-Sucher und einen Mikrofoneingang mit.
Bei Amazon ansehen*Vergleichstabelle
| Modell | Sensor | Objektiv / Zoom | Display | Akku (Aufnahmen) | Gewicht | Preisklasse | Kaufen |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Canon PowerShot SX740 HS Lite Edition | 1/2,3-Zoll BSI-CMOS, 6,17 × 4,55 mm | 24–960 mm (KB-äquivalent), 40-fach optischer Zoom, f/3,3–6,9 | 3 Zoll, ca. 922.000 Punkte, um 180° nach oben klappbar, kein Touchscreen | ca. 265 Aufnahmen nach CIPA, im Eco-Modus ca. 370 (Akku NB-13L) | 299 g | 300–600 € | Amazon* |
| Panasonic LUMIX DC-TZ300 | 1-Zoll-BSI-CMOS | LEICA DC VARIO-ELMAR, 24–360 mm (KB-äquivalent), 15-fach Zoom, f/3,3–6,4 | 3 Zoll, 1,84 Mio. Bildpunkte, Touchscreen, fest verbaut | ca. 360 Aufnahmen nach CIPA (Akku DMW-BLG10) | 337 g | 600–1.000 € | Amazon* |
| Panasonic LUMIX DC-TZ99 | 1/2,3-Zoll MOS-Sensor | LEICA DC Vario-Elmar, 24–720 mm (KB), 30-fach optischer Zoom, F3.3–6.4 | 7,6 cm (3 Zoll), 1,84 Mio. Punkte, Touchscreen, 180° klappbar | ca. 380 Aufnahmen (CIPA) | 322 g | 300–600 € | Amazon* |
| Sony Cyber-shot RX100 VII | 1,0-Typ Stacked CMOS (Exmor RS), 13,2 × 8,8 mm | Zeiss Vario-Sonnar T*, 24–200 mm (KB-äquivalent), 8-fach-Zoom, f/2,8–4,5 | 3,0 Zoll, 921.600 Punkte, Touchscreen, klappbar (180° nach oben, 90° nach unten) | 260 Aufnahmen nach CIPA (Monitor), Akku NP-BX1 | 302 g | 1.000–2.000 € | Amazon* |
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Eine Reisezoom-Kamera soll möglichst viele Motive abdecken, ohne das Gepäck schwer zu machen. Alle vier Modelle in diesem Vergleich haben deshalb ein festes Objektiv, das bei 24 mm Kleinbild-Äquivalent beginnt. Das reicht für weite Landschaften und enge Gassen. Am langen Ende gehen die Kameras dagegen weit auseinander: Die Spanne reicht von 200 mm bis 960 mm. Auch bei Sensor, Autofokus und Bedienung setzen Canon, Panasonic und Sony unterschiedliche Schwerpunkte. Dieser Ratgeber zeigt, welches Merkmal wofür wichtig ist und welches Modell zu Ihrer Art zu reisen passt.
Zoombereich: Wie nah möchten Sie heran?
Der Zoombereich ist das prägende Merkmal dieser Kameraklasse. Wer oft Tiere, Details an Gebäuden oder weit entfernte Motive fotografiert, profitiert von viel Brennweite. Die Canon PowerShot SX740 HS Lite Edition reicht mit ihrem 40-fach-Zoom bis 960 mm, die Panasonic LUMIX DC-TZ99 mit 30-fach-Zoom bis 720 mm. Die Panasonic LUMIX DC-TZ300 kommt auf 360 mm, die Sony Cyber-shot RX100 VII auf 200 mm.
Achten Sie neben der Brennweite auch auf die Lichtstärke. Am langen Ende liegt die Canon bei f/6,9, die beiden Panasonic-Modelle liegen bei f/6,4. Die Sony erreicht dort f/4,5, allerdings bei deutlich kürzerer Brennweite. Je kleiner die Blendenzahl, desto mehr Licht gelangt auf den Sensor. Das hilft in der Dämmerung und in Innenräumen.
Sensorgröße: Entscheidend bei wenig Licht
Zoom und Sensorgröße stehen bei kompakten Kameras in einem Zielkonflikt: Je größer der Sensor, desto schwerer lässt sich ein langer Zoom in einem kleinen Gehäuse unterbringen. Das zeigt auch dieser Vergleich. Die beiden Modelle mit dem größten Zoom nutzen einen kleinen 1/2,3-Zoll-Sensor, die TZ300 und die RX100 VII dagegen einen 1-Zoll-Sensor. Bei der Sony sind das 13,2 × 8,8 mm, bei der Canon 6,17 × 4,55 mm. Die Sensorfläche der Sony ist damit rund viermal so groß.
Ein größerer Sensor ist vor allem dann ein Vorteil, wenn Sie häufig abends, in Kirchen oder Museen fotografieren. Die Megapixelzahl hilft bei der Entscheidung kaum weiter, denn alle vier Kameras liegen bei rund 20 Megapixeln.
Bildstabilisator: Wichtig bei langen Brennweiten
Je länger die Brennweite, desto stärker fällt jede Handbewegung ins Gewicht. Ein wirksamer Stabilisator ist bei einer Reisezoom-Kamera daher Pflicht, zumal das Stativ unterwegs oft im Hotel bleibt. Alle vier Modelle sind stabilisiert: Canon nennt für die SX740 bis zu 3,5 EV, Sony für die RX100 VII 4 Stufen nach CIPA. Beide ergänzen den optischen Stabilisator bei Video um eine elektronische Stabilisierung. Die TZ300 und die TZ99 arbeiten mit dem 5-Achsen-System HYBRID O.I.S.+.
Autofokus und Serienbilder: Für bewegte Motive
Für Landschaften und Architektur genügt fast jeder Autofokus. Anders sieht es aus, wenn Sie Tiere, spielende Kinder oder Straßenszenen festhalten möchten. Hier hebt sich die RX100 VII mit ihrem Hybrid-AF, Echtzeit-Tracking und Augen-AF für Mensch und Tier ab. Mit AF-Nachführung schafft sie 20 Bilder/s. Die Canon erreicht dabei ca. 7,4 Bilder/s, die TZ300 6 B/s und die TZ99 5 B/s. Die TZ300 hat keine Motiverkennung und eignet sich eher für ruhige Motive.
Display und Sucher: Bedienung unter freiem Himmel
In heller Sonne kann ein Display schwer ablesbar sein, ein Sucher ist dann eine sinnvolle Alternative. Einen elektronischen Sucher hat in diesem Vergleich nur die RX100 VII. Beim Display gibt es ebenfalls Unterschiede: Die TZ99 und die RX100 VII kombinieren einen Touchscreen mit einem um 180° klappbaren Monitor, was Selfies erleichtert. Die Canon lässt sich ebenfalls nach oben klappen, bietet aber keine Touchbedienung. Die TZ300 hat zwar einen Touchscreen, er ist jedoch fest verbaut.
Akku und Laden: Unabhängig auf Tagestouren
Unterwegs ist nicht immer eine Steckdose in der Nähe. Die TZ99 kommt auf ca. 380 Aufnahmen nach CIPA, die TZ300 auf ca. 360. Die Canon liegt bei ca. 265, im Eco-Modus bei ca. 370, die Sony bei 260. Wichtig ist auch die Art des Ladens: TZ300, TZ99 und RX100 VII lassen sich per USB in der Kamera laden. Bei der Canon muss der Akku ins mitgelieferte Ladegerät. Der TZ99 liegt dagegen kein externes Ladegerät bei. Für lange Tage lohnt sich bei allen Modellen ein Ersatzakku.
Gewicht und Video: Was sonst noch zählt
Beim Gewicht liegen die Kameras eng beieinander: von 299 g bei der Canon bis 337 g bei der TZ300. Die kleinsten Außenmaße hat die RX100 VII mit 102 × 58 × 43 mm. Alle vier filmen in 4K mit 30 Bildern pro Sekunde, bei der TZ300 allerdings mit starkem Crop und in Clips bis 15 Minuten. Wer Reisevideos mit besserem Ton plant, findet nur an der RX100 VII einen 3,5-mm-Mikrofoneingang.
Welches Gerät passt zu wem?
- Canon PowerShot SX740 HS Lite Edition: für alle, die maximale Reichweite bei geringem Gewicht suchen und mit JPEG-Aufnahmen auskommen. RAW bietet sie nicht.
- Panasonic LUMIX DC-TZ99: für Reisende, die viel Zoom, RAW-Aufnahme, manuelle Belichtungssteuerung und einen klappbaren Touchscreen in der Preisklasse 300–600 € möchten.
- Panasonic LUMIX DC-TZ300: für alle, die einen 1-Zoll-Sensor wünschen und trotzdem bis 360 mm zoomen möchten. Dank Makroaufnahmen ab 3 cm im Weitwinkel eignet sie sich auch für Details, ihre Stärke liegt bei ruhigen Motiven.
- Sony Cyber-shot RX100 VII: für anspruchsvolle Reisende, die schnellen Autofokus, Sucher und Mikrofoneingang schätzen und mit 200 mm Brennweite auskommen. Sie ist das teuerste Modell in diesem Vergleich.
Häufige Fragen
Wie viel Zoom brauche ich auf Reisen?
Für Städte und Landschaften reichen oft 24–200 mm. Wenn Sie regelmäßig Tiere oder weit entfernte Motive fotografieren, sind Modelle mit 720 mm oder 960 mm die bessere Wahl.
Sind diese Kameras wasserdicht?
Nein. Die Canon und die TZ300 sind laut Datenblatt weder wettergeschützt noch wasserdicht, die Sony hat keinen Wetterschutz. Für die TZ99 liegt uns dazu keine Angabe vor. Schützen Sie die Kameras daher vor Regen und Spritzwasser.
Welche Kamera eignet sich am besten für wenig Licht?
Am besten sind dafür die Modelle mit 1-Zoll-Sensor geeignet. Die RX100 VII hat zusätzlich das lichtstärkste Objektiv im Vergleich mit f/2,8–4,5.
Welche Modelle haben einen Sucher?
Nur die Sony RX100 VII hat einen Sucher, und zwar einen elektronischen Pop-up-Sucher mit 2,36 Mio. Punkten. Bei den drei anderen Kameras gestalten Sie Ihr Bild ausschließlich über das Display.
Alle Modelle aus diesem Vergleich
Canon
PowerShot SX740 HS Lite Edition
- Sensor1/2,3-Zoll BSI-CMOS, 6,17 × 4,55 mm
- Auflösung20,3 Megapixel
- Preisklasse300–600 €
Sony
Cyber-shot RX100 VII
- Sensor1,0-Typ Stacked CMOS (Exmor RS), 13,2 × 8,8 mm
- Auflösung20,1 Megapixel
- Preisklasse1.000–2.000 €